
Der Vorstand der SVP March wirkte als Götti für die SVP in Tuggen -- von links: Adrian Oberlin, Bezirkstatthalter Guido Gemperli, erster SVP-Kantonsrats-Kandidat Roland Schmid, Nationalrat Pirmin Schwander, Beni Diethelm und René Bünter
An der Parteiversammlung der SVP March in Tuggen standen für einmal keine Bezirksgeschäfte zuoberst auf der Traktandenliste, sondern die Nomination eines Kandidaten für die Kantonsratswahlen. Tuggen ist die einzige Märchler Gemeinde, in welcher noch keine eigene Ortspartei agiert...
Das dürfte sich nun bald ändern. Denn im vollen Saal des Restaurants Kapellhof wurde Roland Schmid einstimmig und mit grossem Applaus zum ersten SVP-Kantonsratskandidaten nominiert.
Ein Unternehmer und Familienmensch
Aufgewachsen ist der 50-jährige in Basadingen im Kanton Thurgau. Als Sohn eines Wirteehepaars lernte er schon früh, mitanzupacken. Nach den Volksschulen lernte er Koch in Brissago und Laax. Er arbeitete danach an verschiedenen Stellen als Koch, bis er 1982 in die Spezialschleiferei seines Schwiegervaters wechselte. Der hochspezialisierte, mechanische Betrieb wechselte 2001 nach Tuggen. Er übte diverse Funktionen aus bis er schliesslich im März 2006 den Betrieb übernahm. Zusammen mit seiner Frau Rita ist er Betriebsleiter sowie Inhaber und beschäftigt heute 17 Angestellte. Er ist Vater von drei erwachsenen Kindern. In der Freizeit ist Roland Schmid ein begeisterter Tennisspieler und ein grosser FC-Tuggen-Fan. Seit 1992 politisiert er aktiv in der SVP mit. In seinem Referat erklärte er die Motivation, sich für dieses Amt zur Verfügung zu stellen: „Ich kenne die Sorgen der Familien und des Gewerbes. Ich möchte, dass die Bürger wieder ernst genommen werden. Die SVP als bürgerliche Kraft muss so stark wie möglich im Parlament vertreten sein, damit die Anliegen unverfälscht zum Durchbruch kommen.“
Spannende Ausgangslage
Damit ist in Tuggen eine Ausgangslage entstanden, die es so noch nie gegeben hat. Es wird nun keine bequemen Alibiübungen mehr für die alten Parteien geben. Die Motivation ist sehr gross – auch im Zusammenhang mit der Abwahl von Christoph Blocher aus dem Bundesrat und der unsäglichen Rolle der linken CVP. Deshalb haben sich an der Nominationsversammlung umgehend sieben Personen für die Mitarbeit im Vorstand einer eigenen Sektion der Volkspartei in Tuggen gemeldet. Somit kann die Gründungsversammlung bereits auf den 3. März 2008 angekündigt werden. Hocherfreut nahm Kantonalpräsident Pirmin Schwander die Nomination zur Kenntnis, damit auch in Tuggen „jetzt erscht rächt“ angetreten wird.
Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 11. Oktober 2009 11:18
