Gutachten als Munition in Abstimmungskampagnen - ein beliebtes, nicht selten aber auch gezielt manipuliertes Einsatzmittel. So auch, wenn die Befürworter der Entwaffnung aller Schweizer mit einer als "wissenschaftlich" deklarierten Expertise beweisen wollen, dass die beim Whermann zuhause aufbewahrte Waffe die Ursache allen Übels sei. Eine ähnliche unsinnige Behauptung wäre, wenn man die Abschaffung der Bahn fordere, damit die das Problem der Selbsttötungen eher gelöst würde. Aber mit genau solcher Scheinlogik operieren die, die behaupten, mit der Entwaffnung der Schweizer würden Selbstmorde "zum Verschwinden gebracht werden."
Tatsache ist: Wer - zumeist Folge tragischer Entwicklung - zu einer Selbsttötung Zuflucht sucht, greift wohl meistens zu jenem Mittel, das ihm am einfachsten zugänglich ist. Die Schusswaffe steht dabei nicht im Vordergrund. Aber sie wird - leider - auch genutzt.
Es geht den Initianten der Entwaffnungsinitiative nicht um Selbsttötungen. Es geht ihnen darum, alle Schweizer rigoros zu entwaffnen. Also jene Angehörige der Milizarmee, die ihre Verantwortung im Umgang mit der persönlichen Waffe unter Beweis stellen und nich immer beweisen. Diese Initiative ist ein Angriff auf die Milizarmee. Die gleichen Kreise stehen dahinter, die die Armee abschaffen wollen. Aus diesen Gründen sage ich nein zur Entwaffnung der Schweizer, sowie nein zur Entwaffnungsinitiative.
Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 25. März 2012 14:51
